Geld ist leicht, ganz leicht

Geld als Mittel der Belohnung (ja offenbar das Mittel der Belohnung schlechthin) zu beschreiben, finde ich bereits viel zu optimistisch, ja hochproblematisch und ein Kniefall vor der gegenwärtigen ökonomischen Ordnung (bzw. Unordnung). Solange Einkommen und “Arbeit” strikt verkoppelt sind, ist Geld in erster Linie ein Druckmittel. Glaubst du, dass man das braucht? Wozu braucht man ein, und was meinst du mit “System zur Regulierung menschlichen Strebens”? Dass, wer “sich einbringt”, auch von andern belohnt wird, wird immer, in egal welcher Ordnung, so sein. Wir geraten hier schnell in eine müßige Diskussion über das Wesen des Menschen, die zu nichts führt. Auch die Gegenargumente in Bezug auf ein Grundeinkommen nehmen in den allermeisten Fällen erst einmal diese unsinnige Form an. weiterlesen

Email vom 8. Februar 2011 (klames an joaoflux)

(…) So sehr mir alternative Bezahlkonzepte (wie Flattr) sympatisch sind, machen sie mich auch nervös und ungeduldig. Du weißt, ich bin ein plumper Anhänger der strikten Entkopplung von “Arbeit” und Einkommen, und alles andere kommt mir vor wie halbherzige (feig-aristokratische) Zwischenschritte. Man muss den Menschen schlicht davon befreien, darüber nachdenken zu müssen, ob er für das, was er tut, von anderen Geld bekommt. Er ist eitel genug, damit nicht auf die Idee zu kommen, für andere einfach nicht mehr nützlich zu sein. Im Gegenteil: er wird sich dann noch viel mehr nützlich machen wollen!