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	<title>Kommentare für Holzfrei</title>
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	<description>Geld und Güter – Überlegungen zu einer postrealen Ökonomie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 07 Oct 2011 16:11:26 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Öffentliche Faulheit und privater Aktivismus von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/09/27/offentliche-faulheit-und-privater-aktivismus/#comment-14</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 16:11:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Text macht mich ratlos. Deine Behauptung, Geld sei weder Tauschmittel noch ein Gut, sondern &quot;Anrecht auf Eigentum&quot;, scheint mir ziemlich reduktionistisch. Es liegt auf der Hand, dass Geld all diese Funktionen einnehmen kann. Und es ist nicht ersichtlich, warum sich das mit Einführung eines Grundeinkommens maßgeblich ändern sollte. Oder führst Du diese Unterscheidung nur ein, um daraus eine (moralische) Rechtfertigung für ein Grundeinkommen zu gewinnen? Das ist nicht nur uninteressant, sondern funktioniert auch nicht. Egal ob Grundeinkommen oder nicht – Die Ökonomie kann Überfluss nicht denken bzw. kommunizieren (allenfalls vielleicht als Müll, also als Knappheit der Entsorgungskapazitäten). Ich hoffe jedenfalls, Deinen Überflussphantasien liegt nicht die Vorstellung zu Grunde, ein regelmäßig ausgezahltes Grundeinkommen würde aus dem Nichts geschöpft also quasi frisch gedruckt und erhöhe daher die Geldmenge bis hin zum Überfluss und das sei auch noch wünschenswert – solch einen Unfug müssen wir ja hier wirklich nicht diskutieren.

Die Kritik am neoliberalen Kampfbegriff des &quot;Leistungsträgers&quot; müsste differenzierter ausfallen. Du beschreibst ihn als hemmungslos produzierenden und konsumierenden Schmarotzer, der (wohlmöglich auch noch fernmündlich schwatzend) in der Welt herumreist. Man muss aber wahrscheinlich konstatieren, dass der Leistungsträger im System Ökonomie wirklich einfach Leistungsträger ist (egal wie viel Schaden er in anderen Systemen anrichtet und egal wie windig sein Beitrag im Einzelnen bei näherer Betrachtung aussehen mag). Das Grundeinkommen allerdings wird ihn dabei kaum beeinträchtigen.

Das romantisches Ende, das in der Verbrüderung von Staat und Individuum durch das starke Band des Grundeinkommens kulminiert, ist geradezu missionarisch. Selbst wenn der Einzelne etwas Freiheit gewinnt – ein Grundeinkommen kann sicher nicht so groß sein, dass es nicht auch weiterhin materiell motivierte Beziehungen in unterschiedlichster Ausprägung gäbe.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Text macht mich ratlos. Deine Behauptung, Geld sei weder Tauschmittel noch ein Gut, sondern &#8220;Anrecht auf Eigentum&#8221;, scheint mir ziemlich reduktionistisch. Es liegt auf der Hand, dass Geld all diese Funktionen einnehmen kann. Und es ist nicht ersichtlich, warum sich das mit Einführung eines Grundeinkommens maßgeblich ändern sollte. Oder führst Du diese Unterscheidung nur ein, um daraus eine (moralische) Rechtfertigung für ein Grundeinkommen zu gewinnen? Das ist nicht nur uninteressant, sondern funktioniert auch nicht. Egal ob Grundeinkommen oder nicht – Die Ökonomie kann Überfluss nicht denken bzw. kommunizieren (allenfalls vielleicht als Müll, also als Knappheit der Entsorgungskapazitäten). Ich hoffe jedenfalls, Deinen Überflussphantasien liegt nicht die Vorstellung zu Grunde, ein regelmäßig ausgezahltes Grundeinkommen würde aus dem Nichts geschöpft also quasi frisch gedruckt und erhöhe daher die Geldmenge bis hin zum Überfluss und das sei auch noch wünschenswert – solch einen Unfug müssen wir ja hier wirklich nicht diskutieren.</p>
<p>Die Kritik am neoliberalen Kampfbegriff des &#8220;Leistungsträgers&#8221; müsste differenzierter ausfallen. Du beschreibst ihn als hemmungslos produzierenden und konsumierenden Schmarotzer, der (wohlmöglich auch noch fernmündlich schwatzend) in der Welt herumreist. Man muss aber wahrscheinlich konstatieren, dass der Leistungsträger im System Ökonomie wirklich einfach Leistungsträger ist (egal wie viel Schaden er in anderen Systemen anrichtet und egal wie windig sein Beitrag im Einzelnen bei näherer Betrachtung aussehen mag). Das Grundeinkommen allerdings wird ihn dabei kaum beeinträchtigen.</p>
<p>Das romantisches Ende, das in der Verbrüderung von Staat und Individuum durch das starke Band des Grundeinkommens kulminiert, ist geradezu missionarisch. Selbst wenn der Einzelne etwas Freiheit gewinnt – ein Grundeinkommen kann sicher nicht so groß sein, dass es nicht auch weiterhin materiell motivierte Beziehungen in unterschiedlichster Ausprägung gäbe.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zum Wesen der Grundeinkommensdebatte von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/08/18/zum-wesen-der-grundeinkommensdebatte/#comment-13</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 15:49:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit dem Ausprobieren ist es so eine Sache. Natürlich würde man das gerne mal testen, aber je fundamentaler die Änderungen, desto größer das Risiko des Totalschadens. Ein wenig ausprobieren ist hier aber auch problematisch. Mit 200€ anfangen, wie Dieter Wermut in seinem Artikel vorschlägt würde wohl kaum eine spürbare Änderung für diejenigen bringen, die am meisten vom BGE profitieren könnten, gleichzeitig aber sehr teuer werden, weil die Einsparungen auf der anderen Seite noch nicht möglich wären – die Sozialbürokratie kann ja erst zurückgefahren werden, wenn das Grundeinkommen wirklich für ein angemessenes Leben reicht. Man ist also wohl oder übel auf einen breiten Konsens angewiesen um eine derart fundamentale Änderung auf einen Streich umzusetzen. Die Flickschusterei an den sozialen Sicherungssystemen wird also erstmal weitergehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Ausprobieren ist es so eine Sache. Natürlich würde man das gerne mal testen, aber je fundamentaler die Änderungen, desto größer das Risiko des Totalschadens. Ein wenig ausprobieren ist hier aber auch problematisch. Mit 200€ anfangen, wie Dieter Wermut in seinem Artikel vorschlägt würde wohl kaum eine spürbare Änderung für diejenigen bringen, die am meisten vom BGE profitieren könnten, gleichzeitig aber sehr teuer werden, weil die Einsparungen auf der anderen Seite noch nicht möglich wären – die Sozialbürokratie kann ja erst zurückgefahren werden, wenn das Grundeinkommen wirklich für ein angemessenes Leben reicht. Man ist also wohl oder übel auf einen breiten Konsens angewiesen um eine derart fundamentale Änderung auf einen Streich umzusetzen. Die Flickschusterei an den sozialen Sicherungssystemen wird also erstmal weitergehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Redliche Antworten auf brave Fragen (Zu einem Kommentar von Joaoflux) von Stv. Hausmeister</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/08/06/redliche-antworten-auf-brave-fragen-zu-einem-kommentar-von-joaoflux/#comment-12</link>
		<dc:creator>Stv. Hausmeister</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 10:42:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;cite&gt; &quot;Um überhaupt an dieser Wirtschaft teilhaben zu können, muss man Eigentümer sein. Eigentum erlaubt es, es (als Gläubiger) belasten und (als Schuldner) verpfänden zu können. (Eigenes) Eigentum ist also nicht nur notwendig, um vorübergehend auf das eigene Anrecht darauf zu verzichten und “spekulieren” (Geld anlegen bzw. gewinnbringend verleihen und Zinsen erhalten) zu können, also zu entscheiden, wer damit was unternehmen darf, sondern Eigentum ist genauso auch notwendig, um Schulden machen zu können, weil man als Schuldner mit seinem Eigentum haftet, also dem Gläubiger Sicherheit bietet.&quot; &lt;cite&gt;

Ist das die richtige Landkarte für die Orientierung?
Das Grundeinkommen hat primär sozialpolitische Ziele. Wir nehmen bereits alle an der Wirtschaft teil, indem wir ein Einkommen erhalten und am Tausch gegen Bezahlung teilnehmen. Geldschöpfung, Verschuldung, Sparen, Zinsen sind ein wichtiger Themenkomplex, wenn man über Wirtschaft und Wachstum im System nachdenkt. Vielleicht kommen wir später noch einmal gesondert zu diesem Thema. Und obwohl dies ein interessanter Literaturhinweis ist (ich habe das Werk nicht gelesen), glaube ich, dass Verschuldung und Eigentum als Analysekategorien in Hinblick auf das Grundeinkommen nicht die interessantesten Ergebnisse hervorbringt. Warum dieses Urteil? 
Wie mehrfach gesagt, die Funktionsweise des Wirtschaftssystems wird durch dieses nicht verändert. Bei einem Grundeinkommen auf dem Niveau der jetzigen Sozialleistungen ändert sich der Anreiz zur privaten Verschuldung nicht. Für Unternehmen ändert sich der Anreiz zur Verschuldung grundsätzlich auch nicht, allerdings kann es sein, dass die Gewinnaussichten sich in bestimmten Branchen ändern - z.B. steuerbedingt oder durch Verschiebungen im Lohnniveau für bestimmte Tätigkeiten. Die Logik, dass Unternehmen kreditfinanzierte Investitionen tätigen, um später Gewinne zu erzielen, bleibt uns erhalten. 
Auch die gesellschaftliche  Eigentumsverteilung bleibt unberührt, denn ein Grundeinkommen wird nicht zu nennenswerter Eigentumsbildung ausreichen und auch nicht durch Enteignung gegenfinanziert.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite> &#8220;Um überhaupt an dieser Wirtschaft teilhaben zu können, muss man Eigentümer sein. Eigentum erlaubt es, es (als Gläubiger) belasten und (als Schuldner) verpfänden zu können. (Eigenes) Eigentum ist also nicht nur notwendig, um vorübergehend auf das eigene Anrecht darauf zu verzichten und “spekulieren” (Geld anlegen bzw. gewinnbringend verleihen und Zinsen erhalten) zu können, also zu entscheiden, wer damit was unternehmen darf, sondern Eigentum ist genauso auch notwendig, um Schulden machen zu können, weil man als Schuldner mit seinem Eigentum haftet, also dem Gläubiger Sicherheit bietet.&#8221; </cite><cite></p>
<p>Ist das die richtige Landkarte für die Orientierung?<br />
Das Grundeinkommen hat primär sozialpolitische Ziele. Wir nehmen bereits alle an der Wirtschaft teil, indem wir ein Einkommen erhalten und am Tausch gegen Bezahlung teilnehmen. Geldschöpfung, Verschuldung, Sparen, Zinsen sind ein wichtiger Themenkomplex, wenn man über Wirtschaft und Wachstum im System nachdenkt. Vielleicht kommen wir später noch einmal gesondert zu diesem Thema. Und obwohl dies ein interessanter Literaturhinweis ist (ich habe das Werk nicht gelesen), glaube ich, dass Verschuldung und Eigentum als Analysekategorien in Hinblick auf das Grundeinkommen nicht die interessantesten Ergebnisse hervorbringt. Warum dieses Urteil?<br />
Wie mehrfach gesagt, die Funktionsweise des Wirtschaftssystems wird durch dieses nicht verändert. Bei einem Grundeinkommen auf dem Niveau der jetzigen Sozialleistungen ändert sich der Anreiz zur privaten Verschuldung nicht. Für Unternehmen ändert sich der Anreiz zur Verschuldung grundsätzlich auch nicht, allerdings kann es sein, dass die Gewinnaussichten sich in bestimmten Branchen ändern &#8211; z.B. steuerbedingt oder durch Verschiebungen im Lohnniveau für bestimmte Tätigkeiten. Die Logik, dass Unternehmen kreditfinanzierte Investitionen tätigen, um später Gewinne zu erzielen, bleibt uns erhalten.<br />
Auch die gesellschaftliche  Eigentumsverteilung bleibt unberührt, denn ein Grundeinkommen wird nicht zu nennenswerter Eigentumsbildung ausreichen und auch nicht durch Enteignung gegenfinanziert.</cite></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eine Erde und eine Atmosphäre von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/07/17/eine-erde-und-eine-atmosphare/#comment-11</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 20:28:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was hat eine bedingungsloses Grundeinkommen mit dem Wachstumsdiktat unseres Wirtschaftssystemszu tun? Warum sollte Zahlungsunfähigkeit nach Einführung des Grundeinkommens weniger Teil des Systems sein? Und wie sieht es generell mit dem Schuldenmachen aus? Wäre das nach Einführung eines Grundeinkommens für irgendjemanden (Individuen, Unternehmen, Staaten) weniger attraktiv? Weniger notwendig? Warum herrscht nach Einführung des Grundeinkommens weniger Knappheit? Wäre es nicht gerade besonders nachhaltig, wenn echte Knappheit auch im System als solche abgebildet wird, statt externalisiert zu werden? Lauter brave Fragen. Und nicht einmal alle, die sich hier aufdrängen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was hat eine bedingungsloses Grundeinkommen mit dem Wachstumsdiktat unseres Wirtschaftssystemszu tun? Warum sollte Zahlungsunfähigkeit nach Einführung des Grundeinkommens weniger Teil des Systems sein? Und wie sieht es generell mit dem Schuldenmachen aus? Wäre das nach Einführung eines Grundeinkommens für irgendjemanden (Individuen, Unternehmen, Staaten) weniger attraktiv? Weniger notwendig? Warum herrscht nach Einführung des Grundeinkommens weniger Knappheit? Wäre es nicht gerade besonders nachhaltig, wenn echte Knappheit auch im System als solche abgebildet wird, statt externalisiert zu werden? Lauter brave Fragen. Und nicht einmal alle, die sich hier aufdrängen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Drei Verhakungen und drei Sphären von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/07/06/drei-verhakungen-und-drei-spharen/#comment-10</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 09:39:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;&lt;cite&gt;Ist hier drin, was draufsteht? Zunächst möchte ich feststellen, dass der Titel dieses Blogs, Überlegungen zur postrealen Ökonomie, Unsinn ist: Weder verweist dieser Begriff auf eine Debatte, noch lässt er sich semantisch erschließen, denn was auch immer eines Tages sein wird, es wird unentrinnbar Realität sein. Oder besteht der Sinn darin, den Realitätsbezug erklärtermaßen hinter sich zu lassen?&lt;/cite&gt;&quot;

&lt;strong&gt;&quot;Postreale Ökonomie&quot;&lt;/strong&gt; bezieht sich auf das Phänomen, dass im Zeitalter globaler Hochgeschwindikeitskommunikation, der Reibungsverlust bei (spekulativen) Transaktionen gegen Null geht, während hysterische Verstärkung von Erwartungen und Befürchtungen maximiert wird. Daraus folgt, dass das Volumen solcher Transaktionen sowie die Möglichkeit damit Geld zu verdienen extrem wächst. Das ist problematisch, weil die Realwirtschaft an Bedeutung verliert und zu einer Nussschale auf dem Ozean riesiger Finanzbewegungen wird. Das ganze System wird dadurch immer chaotischer und es kommt zur Akkumulation von Macht bei Akteuren, die dies allenfalls dadurch rechtfertigen, dass sie das System parasitär zu nutzen verstehen.

Die Frage ist, wie man diese Tendenz umkehren oder zumindest abschwächen kann. Dabei sollte man sich keine Illusionen machen, dass das technisch Mögliche nicht auch gemacht wird und durch Verbote kaum zu zügeln sein wird. Wie auch immer man das System umbauen will, man wird es nur schaffen, wenn Anpassungsmaßnahmen im Systemwettbewerb erfolgreich sein können und schrittweise bzw. lokal eingeführt werden können.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<cite>Ist hier drin, was draufsteht? Zunächst möchte ich feststellen, dass der Titel dieses Blogs, Überlegungen zur postrealen Ökonomie, Unsinn ist: Weder verweist dieser Begriff auf eine Debatte, noch lässt er sich semantisch erschließen, denn was auch immer eines Tages sein wird, es wird unentrinnbar Realität sein. Oder besteht der Sinn darin, den Realitätsbezug erklärtermaßen hinter sich zu lassen?</cite>&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;Postreale Ökonomie&#8221;</strong> bezieht sich auf das Phänomen, dass im Zeitalter globaler Hochgeschwindikeitskommunikation, der Reibungsverlust bei (spekulativen) Transaktionen gegen Null geht, während hysterische Verstärkung von Erwartungen und Befürchtungen maximiert wird. Daraus folgt, dass das Volumen solcher Transaktionen sowie die Möglichkeit damit Geld zu verdienen extrem wächst. Das ist problematisch, weil die Realwirtschaft an Bedeutung verliert und zu einer Nussschale auf dem Ozean riesiger Finanzbewegungen wird. Das ganze System wird dadurch immer chaotischer und es kommt zur Akkumulation von Macht bei Akteuren, die dies allenfalls dadurch rechtfertigen, dass sie das System parasitär zu nutzen verstehen.</p>
<p>Die Frage ist, wie man diese Tendenz umkehren oder zumindest abschwächen kann. Dabei sollte man sich keine Illusionen machen, dass das technisch Mögliche nicht auch gemacht wird und durch Verbote kaum zu zügeln sein wird. Wie auch immer man das System umbauen will, man wird es nur schaffen, wenn Anpassungsmaßnahmen im Systemwettbewerb erfolgreich sein können und schrittweise bzw. lokal eingeführt werden können.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Alte Welt ade! von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/05/17/alte-welt-ade/#comment-9</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2011 14:37:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;cite&gt;Wenn du meinem Ansatz, die Ökonomie zu bändigen, oder sagen wir also besser (um ihr nicht doch zu sehr Wildheit und Ungeheuerlichkeiten zuzugestehen), wenn du meinen Ansatz, die Ökonomie sinnvoll in die Gesamtgesellschaft zu integrieren nicht für fruchtbar hältst, kann für dich eigentlich nur die Forderung nach einer ANDEREN Ökonomie die Lösung sein.&lt;/cite&gt;

Du kämpfst hier gegen Windmühlen. Du Ansatz ist das Grundeinkommen, gegen das ich nichts einzuwenden habe. Ich glaube nur, dass mit eingen Erwartungen, die daran knüpfst, viel zu spekulativ sind (z.B. dass durch das Grundeinkommen automatisch die Monetarisierung abnimmt)

&lt;cite&gt;Du sprichst ja auch nicht von “Hyperkunst”, „Hyperwissenschaft“ oder “Hyperrecht” – das wäre nicht weniger abwegig.&lt;/cite&gt;

Von Hyperkunst zu reden ist übrigens überhaupt nicht abwegig. Hyperökonomie ist allerdings eine echte Bedrohung, während man Kunst auch bei einer drohenden Kernschmelze noch belächeln kann. Hyperpolitik und Hyperrecht muss man hingegen wohl auch als Bedrohung ansehen.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite>Wenn du meinem Ansatz, die Ökonomie zu bändigen, oder sagen wir also besser (um ihr nicht doch zu sehr Wildheit und Ungeheuerlichkeiten zuzugestehen), wenn du meinen Ansatz, die Ökonomie sinnvoll in die Gesamtgesellschaft zu integrieren nicht für fruchtbar hältst, kann für dich eigentlich nur die Forderung nach einer ANDEREN Ökonomie die Lösung sein.</cite></p>
<p>Du kämpfst hier gegen Windmühlen. Du Ansatz ist das Grundeinkommen, gegen das ich nichts einzuwenden habe. Ich glaube nur, dass mit eingen Erwartungen, die daran knüpfst, viel zu spekulativ sind (z.B. dass durch das Grundeinkommen automatisch die Monetarisierung abnimmt)</p>
<p><cite>Du sprichst ja auch nicht von “Hyperkunst”, „Hyperwissenschaft“ oder “Hyperrecht” – das wäre nicht weniger abwegig.</cite></p>
<p>Von Hyperkunst zu reden ist übrigens überhaupt nicht abwegig. Hyperökonomie ist allerdings eine echte Bedrohung, während man Kunst auch bei einer drohenden Kernschmelze noch belächeln kann. Hyperpolitik und Hyperrecht muss man hingegen wohl auch als Bedrohung ansehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Geld im Urwald von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/03/25/geld-im-urwald/#comment-8</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 20:03:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;cite&gt;Die Geldwirtschaft kann alleine gar nichts. Sie ist Strohdumm.&lt;/cite&gt;

Natürlich. Aber sie erlaubt Operationen, die in einer physisch-orgamischen Welt nicht möglich sind. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit des Schulden machens.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite>Die Geldwirtschaft kann alleine gar nichts. Sie ist Strohdumm.</cite></p>
<p>Natürlich. Aber sie erlaubt Operationen, die in einer physisch-orgamischen Welt nicht möglich sind. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit des Schulden machens.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Geld im Urwald von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/03/25/geld-im-urwald/#comment-7</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 20:00:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&lt;cite&gt;Wenn ich aber voraussetze, dass immer alles knapp ist und immer alles knapp bleibt und also immer ein Kampf um knappe Ressourcen stattfinden muss, weil einfach nicht und nie genug da ist, bleibt mir völlig unverständlich wie du so optimistisch “die Geldwirtschaft als ein Spiel [sehen kannst], dass der harten Wirklichkeit der organischen Natur entgegensetzt ist und es uns erlaubt, dieser Wirklichkeit ein Schnäppchen zu schlagen.&lt;/cite&gt;

Ich sehe das keineswegs optimistisch. Die harte Wirklichkeit ist tatsächliches Fressen und Gefressenwerden. In unserem Spiel endet man zwar wenn es dumm läuft ohne Geld, hat aber ganz gute Chancen, mit dem Leben davon zu kommen. Der Natur schlägt das System ein Schnippchen, in dem die Konkurenzsituation sich vom Körperlichen (in Grenzen) emanzipiert.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite>Wenn ich aber voraussetze, dass immer alles knapp ist und immer alles knapp bleibt und also immer ein Kampf um knappe Ressourcen stattfinden muss, weil einfach nicht und nie genug da ist, bleibt mir völlig unverständlich wie du so optimistisch “die Geldwirtschaft als ein Spiel [sehen kannst], dass der harten Wirklichkeit der organischen Natur entgegensetzt ist und es uns erlaubt, dieser Wirklichkeit ein Schnäppchen zu schlagen.</cite></p>
<p>Ich sehe das keineswegs optimistisch. Die harte Wirklichkeit ist tatsächliches Fressen und Gefressenwerden. In unserem Spiel endet man zwar wenn es dumm läuft ohne Geld, hat aber ganz gute Chancen, mit dem Leben davon zu kommen. Der Natur schlägt das System ein Schnippchen, in dem die Konkurenzsituation sich vom Körperlichen (in Grenzen) emanzipiert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Geld im Urwald von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/03/25/geld-im-urwald/#comment-6</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 19:51:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://holzfrei.com.www63.your-server.de/?p=74#comment-6</guid>
		<description><![CDATA[&lt;cite&gt;Geld gibt es insofern, gleichsam unter der Hand, tatsächlich nicht nur für “Arbeit”, sondern zum Beispiel auch “für” Kinder, Ausbildung und “Arbeitslosigkeit”.&lt;/cite&gt;

Das mag sein. Allerdings werden diese Zahlungen entweder durch Steuereinnahmen finanziert, also von Abgaben, die Menschen zahlen, die für Arbeit bezahlt werden oder von Körperschaften, die Gewinne mit Hilfe arbeitender Menschen erzielen an Steuern zahlen. Insofern lässt sich hier keine Entkopplung von Arbeit und Einkommen beobachten, sondern allenfalls die Tendenz, dass immer weniger Menschen relativ hohe Einkommen erzielen und damit Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen querfinanzieren.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite>Geld gibt es insofern, gleichsam unter der Hand, tatsächlich nicht nur für “Arbeit”, sondern zum Beispiel auch “für” Kinder, Ausbildung und “Arbeitslosigkeit”.</cite></p>
<p>Das mag sein. Allerdings werden diese Zahlungen entweder durch Steuereinnahmen finanziert, also von Abgaben, die Menschen zahlen, die für Arbeit bezahlt werden oder von Körperschaften, die Gewinne mit Hilfe arbeitender Menschen erzielen an Steuern zahlen. Insofern lässt sich hier keine Entkopplung von Arbeit und Einkommen beobachten, sondern allenfalls die Tendenz, dass immer weniger Menschen relativ hohe Einkommen erzielen und damit Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen querfinanzieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Geld im Urwald von joaoflux</title>
		<link>http://holzfrei.com/2011/03/25/geld-im-urwald/#comment-5</link>
		<dc:creator>joaoflux</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 19:38:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://holzfrei.com.www63.your-server.de/?p=74#comment-5</guid>
		<description><![CDATA[&lt;cite&gt;Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass was mit Geldstrafen geahndet werden kann, ohne Geld gar nicht geschehen wäre&lt;/cite&gt;

Man würde in einer Welt ohne Geld sicher nicht bei rot über die Ampel fahren. Man hätte es wohl weder eilig, noch gäbe es Autos ;)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><cite>Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass was mit Geldstrafen geahndet werden kann, ohne Geld gar nicht geschehen wäre</cite></p>
<p>Man würde in einer Welt ohne Geld sicher nicht bei rot über die Ampel fahren. Man hätte es wohl weder eilig, noch gäbe es Autos <img src='http://holzfrei.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
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