Thesen zu Ökonomie

Auf deine Thesen zur Ökonomie möchte ich gerne die Tage in einer extra Mail antworten. Aber dies vorweg: Ich fände es angebracht, ähnlich wie du es in der Vergangenheit ja auch schon vorgeschlagen hattest, diese Fragen öffentlich abzuhandeln. Denn wir beide haben hier vielleicht tatsächlich zum ersten Mal gemeinsam ein großformatiges Thema vor uns, an dem wir uns zusammen genüsslich abarbeiten könnten. Das heißt, ohne dass dazu das nötig wäre, was du im vorletzten Abschnitt deiner Mail vom 13.09.2003 so trefflich beschrieben hast:

“In unseren Diskussionen nervt es daher oft, dass man erst viele Stufen runter muss, anschließend in eine andere Richtung mühsam aufsteigen muss und dann den anderen gegen seinen Willen die Treppe runter und auf der anderen Seite wieder hoch zerren muss. Das misslingt natürlich immer, was immer zu einem frustrierten Grundton führt. Auch wenn sich das grundsätzlich für jede Kommunikation sagen lässt, so scheint das bei uns doch besonders ausgeprägt.”

Eigentlich will ich nichts anderes tun, als mit dir E-Mails zum Thema auszutauschen. Aber du könntes die Korrespondenz etwa in deine Homepage aufnehmen… Wir könnten auch vorher erst mal gucken, ob sich der Austausch überhaupt gut entwickelt. Mir schwebt erst mal eine relativ dichter Austausch vor, ich meine nicht gleich Essay gegen Essay… Was hälst du davon?

“Arbeit” und Einkommen

Alternative Bezahlkonzept wie Flattr sind mir sympatisch, machen mich aber auch nervös und ungeduldig. Ich bin ein plumper Anhänger der strikten Entkopplung von “Arbeit” und Einkommen, und alles andere kommt mir vor wie halbherzige (feig-aristokratische) Zwischenschritte. Man muss den Menschen schlicht davon befreien, darüber nachdenken zu müssen, ob er für das, was er tut, von anderen Geld bekommt. Er ist eitel genug, damit nicht auf die Idee zu kommen, für andere einfach nicht mehr nützlich zu sein. Im Gegenteil: er wird sich dann noch viel mehr nützlich machen wollen!